Rückblick 2022

Dysmorphia - Fotografien | 22. März bis 24. April

Jakob Dewald | Max Nehlich | Nora Kirschmeier

Studierende der Hochschule für Gestaltung Pforzheim

Dysmorphia weist als Begriff auf eine eher negative Veränderung, eine Art Entstellung hin. Eine solche Veränderung geschieht fotografisch zum Beispiel durch den Einsatz von Brennweiten, Perspektiven, die Reduktion von 3D im Raum und 2D im Bild und viele weitere optische Eingriffe. Schon Sigmund Freud wollte den Begriff erweitern: „Es sollte nicht nur bedeuten: in seiner Erscheinung verändern, sondern auch: an eine andere Stelle bringen, anderswohin verschieben.“ In  diesem Sine wird die Fotografie für den Begriff Dysmorphia interesant. Das Foto verändert nicht nur die Erscheinung zum Beispiel  einer Person, sondern es ermöglicht auch, die durch das Foto veränderte Erscheinung eines Körpers oder auch eines Ortes an eine andere Stelle zu bringen. 

Einführung von Prof. Dr. Silke Helmderig

Musik von Cornelius Veit

"was bleibt" - Bilder und Objekte | 8. bis 29 Mai

Ingrid Bürger | Sylvia Kiefer

Ingrid Bürger, die in Neuenbürg lebt und arbeitet, beschäftigt sich mit der manuellen Herstellung von Papier und dessen künstlerischer Gestaltung zu Bildern, Objekten und Installationen.

 

Sylvia Kiefer aus Karlsruhe-Durlach zeigt neben Skulpturen großformatige Bilder, in denen schwebende Figuren den Blick anziehen, inspiriert durch eine tiefgreifende Baumwurzel.

Objects of Consolation: Skulpturen, Reliefs, Installationen | 12. Juni bis 3. Juli

Olja Nonkovic

Die Künstlerin hat an der Universität der Künste Belgrad den akademischen Grad eines Doktors der bildenden Künste erworben. "Mit der Ausstellung ist der theoretische Teil des Projekts zu einem Ganzen vervollständigt", schreibt sie. Dementsprechend trägt die Ausstellung auch wortwörtlich den Titel des Promotionsprojekts, mit dem die Künsterlin "durch einen experimentellen Umgang mit skulpturalem Material das Innenleben eines Menschen, seine Ängste, Erwartungen und Gedanken mit moderen Konzepten bildhauerischer Verfahren verbindet."

Constanze Raach | 10. bis 31. Juli

Begrüßung:

Michael Schmidt, Bürgermeister

 

Einführung:

Petra Mostbacher-Dix

Kunsthistorikerin und Journalistin

 

Musik:

Alex Kroll (jazz guit.), Martin Müller (braz. guit.)

 

 

 

Am 24. Juli fand zum 60jährigen Jubiläum der Künstlergilde Buslat ein Konzert des Salonensembles Sentimental statt.

Jubiläumskonzert | 24. Juli

 zum 60. Bestehen der Künstlergilde Buslat

 

"Die Künstlergide Buslat feiert ihr 60jähriges Jubiläum und das Salon Ensemble Sentimental musiziert sei 15 Jahren im Katharinentaler Hof", eröffnete der Kontrabassist Klaus Dusek das Jubiläumskonzert. Da 60 Jahre auch eine goldene und 15 Jahre eine silberne Hochzeit ist, und beides zusammen 70 Jahre ergibt, begann das Konzert mit dem Gold- und Silberwalzer von Franz Lehar.

 

"Du sollst der Kaiser meiner Herzen sein", sang die Sopranistin Angela Davis. Für Überraschung sorgte ein Schüler von Claudiu Rupa, der unangekündigt wunderbar ein Geigenstück mit Begleitung des Salonensembles interpretierte.

 

Ein Highligth war der "Ungarische Tanz Nr. 17", das in einer Überarbeitung von Lothar Arnold vom Salon Ensemble für zwei Geigen interpretiert wurde.

Zugaben von Klaus Dusek und Angela Davis begeisterten das Publikum.

Norbert Jüdt (Textauszug)

Norbert Jüdt: Die Linie - fasziniert von einem Unding | 4. bis 25. September

"Die Linie hat Norbert Jüdt in den vergangenen zehn Jahren zunehmend in den Bann gezogen - einerseits unter der Frage, wie künstlerische Gestaltungs-prinzipien neuronal realisiert werden, andererseite befördert durch seine Begeisterung über die technische Entwicklung der Fotografie.

 

Jede gesehene Linie löst sich, je näher man ihr kommt, in immer größere Unregelmäßigkeiten auf, bis wir schließlich bei den unvorstellbar winzigen Elementarteilchen landen. Wie fein muss die Darstellung sein, damit wir von Linien sprechen und nicht von Streifen oder Flächen? Wann "sehen" wir zwischen Punkten oder Flächen eine imaginäre Linie, wann die Punkte als Strich?

 

Norbert Jüdt sammelt seine Motive in der nahen Umgebung, in der Natur und Technik sich fast immer begegnen. Der Kontrast zwischen den geometrisch-technischen Linien und den unregelmäßig-regelmäßigen der Natur reizt das Auge. Die Gedanken schweifen immer wieder zu neuen digitalen Gestaltungselementen, hinter denen sich Horizonte und Widersprüche aufspannen. Wir haben brillante Erfindungen erschaffen - ein großer Segen, aber erkauft mit dem Fluch der Zerstörung unserer Lebensgrundlagen.

zum Künstlerportrait

Gudrun Fusch: Blütenhimmel - experimentelle Drucktechniken

 2. bis 23. Oktober

Die Kieselbronner Künstlerin absolvierte eine Ausbildung zur Dekorateurin, besuchte als Gasthörerin die Kunst- und Werkschule Pforzheim bei den Professoren Rothe und Wahle, nahm Unterricht beim Kieselbronner Maler Otto Theilmann und studierte an der Freien Kunstschule Stuttgart. Ihre lange Reihe von Einzelausstellungen und Ausstellungsbeteiligungen erstrecken sich vom Vogtland bis nach Paris. Dort nahm sie 1996 an der Internationalen Biennale für Druckgrafik, Trace-Paris, teil

 

Gudrun Fusch ist fasziniert vom Spiel mit der Viskostiät von Druckfarben und den Fließ- und Mischungseigenschaften von Pigmenten. Sie ist außerordentlich experimentierfreudig und hat ihre Fähigkeit, den farbigen Zufall gestaltend zu steuern, bis zur Perfektion weiterentwickelt. Aus der Bewegung heraus und mit Hilfe der Schwerkraft gelingt es ihr, Monotypien und Farbmischungen entstehen zu lassen, die gleichwohl oftmals gegenständliche Deutungen provozieren.

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Hoch-Tief-Gravure | 6. bis 27. November

Wolfgang Becke

Becke studierte Architektur, Kunst, Kunstpädagogik und Mathemarik. Er arbeitete als Kunstpädagoge, Mathematiklehrer und als Dozent für Didaktik der Bildenden Kunst an der Pädagogischen Hochschule Karlsruhe und am Lehrkräfteseminar in Freiburg.

 

Er betreibt eine Druckwerkstatt in Freiburg und beschäftigte sich mit grafischen Hoch-Tiefdruck-Verfahren. Beim Druckvorgang werden Höhen und Tiefen des Druckstocks gleichzeitig wiedergegeben. Dieser ist ein mit Cutter und Skalpell bearbeiteter

3 mm starker Buchbinderkarton, der mit hohem Druck gepresst wrid. Die Platte wird nur einmal eingefärbt, der Anpressdruck sukzessive erhöht. Es können bis zu 20 Exponate hergestellt werden, die Varianten aufweisen.

Das kleine Format | 4. Dezember bis 8. Januar 2023

Mitgliederausstellung zum Jahresende

 

mit

Wolfgang Becke | Roland Bentz | Ursula Ebert | Rolf Elsässer | Michaela Escher | Gudrun Fusch | Hartmut Häcker | Constanze Hudelmaier | Manfred Jeschke | Norbert Jüdt | Giorgio di Montelupo | Brigitte Ruhmann | Roland Ruisz | Heinz Rupp | Helmut Weisser | Sylvia Witzenmann

 

Neujahrskonzert des Salonensemble Sentimental am 8. Januar 

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