Das Hofgut Katharinental und seine Umgebung

Der Hof mit seinen Gebäuden wurde 1706/09 an der heutigen Stelle errichtet. Im Laufe der bisher drei Jahrhunderte ergaben sich manche Änderungen bzw. Erweiterungen und zwar nicht nur in Gebäudekomplexen. Die stete Entwicklung des Gutes wurde 1804 durch zwei Brandkatastrophen unterbrochen, bei denen der alte Hof völlig ausbrannte.

Die damalige Besitzerin des Gutes, Reichsgräfin Caroline von Hochberg, beauftragte den Oberbaudirektor von Baden, Friedrich Weinbrenner, mit dem Wiederaufbau. 1805/07 wurde die heutige Hofanlage entsprechend dem Arnold’schen Grundriss von 1705 gebaut. Ursprünglich führte der Hof die Bezeichnung „Heumaden“.

Die 1733 verstorbene Prinzessin Catharina Barbara von Baden hatte testamentarisch verfügt, dass der Hof in „Gut Catharinental“ umbenannt werden sollte, was am 11. Mai 1733 vollzogen wurde. Die wechselreiche Geschichte des Katharinentaler Hofes ist in mehrfacher Hinsicht außerordentlich interessant und recht aufschlussreich für die Zeitverhältnisse im 18. und 19. Jahrhundert. Ebenso wie das Bauschlotter Schloß, steht die Gesamtanlage „Katharinental“ heute unter Denkmalschutz.

Der Bekanntheitsgrad des Hofes hat sich wesentlich erweitert, seit dem dort eine Verkaufsstelle der Markgräflichen Badischen Weine besteht, bei der auch ein Weinkeller für Weinproben eingerichtet ist, der sich besonderer Beliebtheit erfreut (Telefon: 07231/53320)

Das Markgräflich-Badische Hofgut wurde 1992 von der Stadt Pforzheim erworben und wird vom langjährigem Verwalter Johann Bosch und dessen Familie im Erbbaurecht weiterhin bewirtschaftet. Die Familie Bosch hat sich mit großem persönlichen Engagement um die Neuansiedlung der Künslergilde Buslat e.V. verdient gemacht.

Das Hofgut liegt herrlich gelegen in der sogenannten Katharinentaler Senke. Die nähere Umgebung und eine intakte Kulturlandschaft lädt Kunst- und Kultursuchende vor und nach Ausstellungsbesuchen zu Spaziergängen, Wanderungen und zum Verweilen in Neulingen mit seinen drei Ortsteilen Bauschlott, Göbrichen und Nußbaum ein.